Macken in Mail.app & S/MIME Verschlüsselung (OS X 10.6)

Am vergangenen Sonntag habe ich es endlich gewagt meinem Mac OS X 10.6 aufzuspielen.

Es gab ja ein paar kalkulierbare und vorhersehbare Einschränkungen für mich.

Dies betraf u.a. Treiber für Canon Netzwerkdrucker und -Scanner. Diese sind aber auf der US Seite für meinen MP970 zu finden. Dann fehlt da noch Xmarks for Safari und GPGMail. Auf die letzteren beiden kann ich für eine gewisse Zeit verzichten.

Ansonsten läuft alles super…bisher. Jedoch wollte ich gestern eine per S/MIME verschlüsselte E-Mail versenden.

Dies funktionierte unter 10.4 und 10.5 immer problemlos, da es Apple, genau wie Mozilla bei Thunderbird in das Mail Programm integriert hat.

Es ist mir erst mal nicht aufgefallen, da ich alle empfangenen E-Mails ansehen konnte. Auch das signieren funktioniert einwandfrei. Doch wenn man verschlüsselt eine E-Mail verschicken will, kann man zwar das Schloss “dicht machen”, jedoch gibt eines die Mail.app in Version 4.0 folgende Meldung aus:

“Beim Versuch, Ihre E-Mail zu verschlüsseln, ist ein Problem aufgetreten. Vergewissern Sie sich, dass für alle Empfänger gültige Zertifikate in Ihrem Schlüsselbund installiert sind.”

Im Original lautet diese Warnung wie folgt:

“An error occurred while trying to encrypt your message. Verify that you have valid certificates in your keychain for all of the recipients.”

Im Apple Discussion Board fand sich noch ein Betroffener, der ebenfalls diesen Fehler seit Snow Leopard hat.

Ich hoffe dieses Problem wird bald behoben. Ansonsten ist das wirklich sehr traurig, dass ich weder GPG noch S/MIME Verschlüsselung nutzen kann. Daher muss wohl wieder Thunderbird nebenher laufen. Dort klappt es wenigstens.

Apple, das ist ein richtiger FAIL. Bitte integriert GPG in eure Mail.app. Ihr nutzt es ja schließlich selber!

Liebe Grüße

Der André

EDIT: Ich habe da gerade etwas auf MacUser.de gefunden, wo angeregt wird, mal den Anmelde-Schlüsselbund zu löschen und neu zu erstellen. Danach soll es funktionieren. Ich würde aber lieber das Problem weiter eingrenzen, ohne alles über den Jordan gehen zu lassen.