Nach dem euphorischen Launch von Transmit 4, welches ja nur ein FTP Tool ist, bleibt noch einiges zu sagen.
Zunächst ist die Nutzeroberfläche grandios, die Sync Funktion hübscher und schneller geworden, aber es gibt auch ein paar Kleinigkeiten, die mich persönlich stören.
Zunächst keine Bookmark Integration von Flow und als zweites kann die Disks Funktion, welche wohl auf MacFuse aufbaut nicht mit dem 64-bit Kernel unter OS X 10.6 betrieben werden.
Mittels dieser Disks genannten Funktion, kann der oft benutze FTP Client als Laufwerk im Finder eingebunden werden.
Aber falls man, wie ich, sein System, mit einem 64-bit Kernel laufen lässt, kann man die Funktion nicht nutzen.
Flux Mac OS X mit dem 32-bit Kernel gebootet (32 bzw. 64 beim booten gedrückt halten) und schon funktioniert alles wie gewünscht.
Ich hoffe Panic bessert da in naher Zukunft nachbessert. Sonst gibt es nämlich nichts mehr zu meckern.
Manche Leute mögen fragen, WAS, ja was kann man denn an einem FTP Klienten falsch machen.
Ich denke genau das bekomme ich öfters von Nutzern anderer Plattformen zu hören, z.B. von Windows oder Linux.
Auch Mitmenschen, die ein iPhone nicht akzeptieren und nur dessen Nachteile aufzählen, die sicher vorhanden sind, aber die Vorzüge nicht anerkennen.
Diese möchte ich doch gerne umstimmen, sich auf einem herumstreunenden Mac doch mal Transmit, Unison, Coda und andere Schöpfungen von Panic anzuschauen.
Generell ist Mac OS X und das iPhone (OS) unangefochten, wenn es um das GUI geht, die grafische Oberfläche, die ein Programm benutzbar machen soll.
Und da wären wir schon beim Thema.
Grundsätzlich ist Transmit 3 ja ganz nett und tut was es tut, so wie auch Filezilla, Cyberduck und Konsorten.
Aber angenehm macht Transmit 4 erst die ganze Arbeit. Man kennt es vielleicht von Flow, dass UI Effekte vermehrt angewendet werden. Für meinen Geschmack ist es aber relativ unpraktisch. Hübsch, aber das Konzept passt nicht in meinen Workflow.
Da steht jetzt seit heute morgen Transmit 4 von Panic vor der Tür und zunächst war ich etwas kritisch, was denn nun so toll sein soll.
Aber genau 10 Minuten ausprobieren hat mich überzeugt und alle andere FTP Tools wurden vom Mac verbannt.
Es ist wirklich sehr durchdacht, Eye-candy ohne Ende und Spaß macht es auch.
Also, auf Bildern sieht man nicht viel, deswegen Demo laden, kaufen, glücklich sein :-)
Transmit 4 kostet 39 US Dollar, ein Upgrade von Transmit 3 19 US Dollar und wer den Vorgänger nach dem 01.03.2010 erworben hat, bekommt ein kostenloses Upgrade. Ich finde das Angebot fair.
Es bleibt anzumerken, dass ein Bookmark Import aus Flow wünschenswert wäre. Aus den FTP Tools Cyberduck, Fetch, Filezilla und ExpanDrive ist der Import jedenfalls problemlos möglich.
Nachdem ich lange keine Zeilen mehr habe fließen lassen, nehme ich diesen Morgen mal zum Anlass ein paar kurze Zeilen zu aktuellen Geschehnissen zu schreiben.
Während ich hier mit Kaffee und MacBook Pro im Bett herumlungere, lädt die vor einiger Zeit angekündigte Navigationslösung von T-Mobile und Navigon.
Um offensichtlichen Mehrwert zu schaffen ist der rosa Riese anscheinend einen Deal mit Navigon eingegangen um grundlegende Navigationsmöglichkeiten für Kunden der Complete Tarife bereitzustellen.
Grundsätzlich handelt es sich bei Navigon Select(App Store Link) eine eine abgespeckte Variante des Navigon MobileNavigator, welcher mit D-A-CH Karten, 2D Ansicht und text-to-speech loser Stimme ausgerüstet ist.
Allerdings wundere ich mich gerade, da der Download fast 1,7 GB beziffert. Da scheint grundsätzlich mehr drin zu stecken, als nur D-A-CH Karten, die normaler Weise wenige hundert MB füllen sollten.
Eventuell stecken die In-App Zusätze schon drin, die man zu bekannten Konditionen dazu erwerben darf.
Man darf gespannt sein. Derweil liegt das TomTom CarKit (Amazon Affiliate)bereit, damit man stand-alone PNA von Navigon einen neuen Besitzer finden darf.
Immerhin macht die Halterung mit integriertem GPS Modul und Freisprecheinrichtung schon mal einen sehr guten Eindruck, solide Arbeit obwohl ich kein TomTom Fan bin, wenn man sich an die früheren wackeligen Halterung zurückerinnert. Auch integriert sich das GPS Modul einwandfrei in das iPhone, da der interne A-GPS Chip Funktion deaktiviert wird. Also können auch andere Apps (Skobbler, Navigons usw.) auf den besseren Empfänger zugreifen, allerdings nur wenn das Stromkabel an der Halterung hängt.
Somit kann man es zu Fuß nicht einsetzen, aber das braucht auch nicht jeder.
Als weiteren Punkt ist seit gestern Abend bekannt, dass die Mac Schmiede atebits, die für Tweetie 2, Scribbles und Tweetie for Mac in aller Munde ist, von Twitter gekauft wurde.
Was mit der ersehnten Version 2 für die Mac Version ist, war unklar.
Der Entwickler äußerte sich derweil im MacHeist Forum zu dem Thema:
Hey all – first of all I apologize for any confusion, things have been a bit crazy! I just want to says I’m blasting through the todo list to get a beta put together as fast as I can, the Mac UI stuff I’ve been prototyping is just too cool to have anything else happen to it. Sorry for keeping it short, gotta get back to coding!
Als weitaus wichtigeres Thema diese Woche halte ich allerdings die Veröffentlichungen von Wikileaks.
Auf ihrer Webseite und auf der Domain www.collateralmurder.com veröffentlichten die Verantwortlichen hinter Wikileaks ein Video des US Militärs.
Dies wurde bereits in der Folge #254 des Küchenradios angedeutet, jedoch noch unter Verschluss gehalten, da US Geheimdienste hinter den Jungs hinterher spionierten.
Immerhin haben die “alten” Medien es doch bemerkt und nach und nach tauchten die Berichte dazu in der NYT, Süddeutsche, TAZ usw. auf.
Leider ist die Skepsis so groß, das die Verbreitung langsam voran Schritt. Als wären bestehende Medien immer von Seriösität geprägt.
Schließlich dürft ihr noch das Video genießen, dass durchaus aufsehen erregt, wie die Soldaten meiner Meinung nach die Realität mit einem Shooter verwechseln.
Es bleibt noch zu sagen, dass das Team von Wikileaks den allerhöchsten Respekt verdient hat. Allein in welcher Gefahr sie sich wägen, um solche Dinge ans Licht zu bringen, die Zeit die sie aufwenden ist Respekt und vielleicht eine Spende wert.